
Interview mit DSV-Präsident Alfons Hörmann über die Bedeutung des neuen TV-Vertrags.
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(Planegg/DSV/www.ski-freestyle.info). Nach dem Abschluss des neuen TV-Vertrages des DSV mit dem Rechtevermarkter Infront Sports & Media äußert sich DSV-Präsident Alfons Hörmann hier zur Bedeutung des Abschlusses für den Verband.
Frage:
Noch vor wenigen Wochen hatten einige Exper- ten geunkt, dass der neue TV-Vertrag deutlich weniger Geld in die Kassen des DSV bringen würde als der bisherige. Diese Prophezeiung hat sich ganz offensichtlich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Das Interesse am Skisport scheint bei den Rechte-Agenturen und TV-Stationen so groß gewesen zu sein wie nie zuvor?
Alfons Hörmann:
Das ist richtig. Die Befürchtung, eine Bewertung des deutschen Skisports sei nur von den Leistungen einer einzigen Disziplin beziehungsweise eines einzelnen Athleten abhängig, hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Aus allen Gesprächen, die wir in den vergangenen Wochen geführt haben, ging ganz klar hervor, dass vor allem das breit gefächerte Leistungsspektrum des Deutschen Skiverbandes geschätzt wird. Das sehr erfreuliche Ergebnis der Vertragsverhandlungen ist deshalb eine wichtige Bestätigung unserer immer wieder geäußerten internen Einschätzungen und Erwartungen.
Frage:
Für welche Veranstaltungen hat Infront Sports & Media die TV-Rechte erworben?
Alfons Hörmann:
Grundsätzlich für alle deutschen Veranstaltungen im Rahmen des FIS-Weltcups der Alpinen, der Langläufer, Kombinierer und Skispringer sowie für sämtliche Snowboard und Freestyle-Weltcups in Deutschland. Dazu kommen die Rechte für die Rennen beim Weltcup-Finale der Alpinen 2010 in Garmisch-Partenkirchen, die deutschen Sommer-Grand-Prix-Wettbewerbe der Skispringer und Kombinierer und alle deutschen Meisterschaften, inklusive Biathlon.
Frage:
Apropos Biathlon, weshalb ist die derzeit beliebteste Wintersport-Disziplin nicht Bestandteil des neuen TV-Vertrages?
Alfons Hörmann:
Ganz einfach. Weil die Rechte in diesem Fall nicht bei uns liegen, sondern beim Internationalen Weltverband, der Internationalen Biathlon Union. Und was wir nicht besitzen, können wir logischerweise auch nicht verkaufen. Ab 2008 erhält Infront Sports & Media von uns aber die Fernsehrechte für die Biathlon World Team Challenge auf Schalke. Vorausgesetzt, der Wettbewerb wird zukünftig in der bisherigen Form durchgeführt.
Frage:
Welche Bedeutung hat der neue Fernsehvertrag für den Deutschen Skiverband? Wer profitiert in erster Linie von den TV-Geldern?
Alfons Hörmann:
Natürlich hat der neue TV-Vertrag eine herausragende Bedeutung für den DSV. Denn damit sind wir auch in den nächsten Jahren in der Lage, unseren erfolgreichen sportlichen und wirtschaftlichen Kurs fortzusetzen. Dies betrifft zum einen unsere Spitzenathleten, denen wir auch in Zukunft ein optimales Umfeld und eine perfekte Betreuung zukommen lassen können. Zum anderen profitiert aber auch die gesamte Nachwuchsarbeit an unseren Stützpunkten und in den Landesverbänden in ganz erheblichem Maße vom neuen Vertrag. Denn mit öffentlichen Geldern im Rahmen eines Alternativ-Konzeptes wären viele erfolgsversprechende Strukturen und Ideen in der geplanten Form sicherlich nicht realisierbar. Genau von dieser Arbeit in den jeweiligen Stützpunkten hängt aber ab letztendlich ab, ob es dem DSV auch in den nächsten Jahren gelingt, seinen Beitrag zu leisten, damit Deutschland eine der führende Wintersportnationen bleibt. Gleichzeitig ist der Fernsehvertrag des Deutschen Skiverbandes ein aktiver Beitrag zur ganzheitlichen Leistungssportentwicklung in Deutschland. Denn dadurch, dass der DSV auch in den kommenden vier Jahren keine Mittel der öffentliche Hand benötigt, werden Gelder frei, die dem gesamten deutschen Sport zu Gute kommen. Last but not least dürfen sich auch unsere vier Hauptsponsoren Audi, Adidas, Bogner und Würth, sowie alle weiteren DSV-Partner über die sehr gute mediale Wahrnehmung und leistungssportliche Entwicklung unserer Disziplinen freuen.
Frage:
Vor knapp zwei Jahren haben sie das Amt des DSV-Präsidenten angetreten, mit dem Ziel, die erfolgreiche Arbeit des alten Präsidiums fortzuführen. Wie wichtig ist in diesem Zusammenhang der neue TV-Vertrag?
Alfons Hörmann:
Nach den weitreichenden Neu- und Umstrukturierungen, die wir in den vergangenen zwei Jahren gemeinsam mit unseren Landesverbänden umsetzen konnten, ist der neue TV-Vertrag ein ganz entscheidender Baustein im Gesamtkonzept des DSV. Denn nur mit einem solchen attraktiven Vertrag, wie wir ihn jetzt wieder für vier Jahre abgeschlossen haben, lässt sich der unternehmens- und zukunftsorientierte Kurs des Deutschen Skiverbandes weiter umsetzen. Persönlich freut es mich ganz besonders, dass es uns damit gelungen ist, trotz der sicherlich nicht ganz einfachen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, an die herausragenden Erfolge unserer Vorgänger im DSV-Präsidium anzuknüpfen.
Frage:
Der Deutsche Skiverband wird seine TV-Rechte an die internationale Rechte-Agentur Infront Sports & Media verkaufen. Was heißt das für den Skisport-Fan, der zu Hause vor dem Fernseher sitzt?
Alfons Hörmann:
Entgegen der bisherigen Konstellation mit zwei Vertragspartnern - zum einen für den Bereich Skisprung, zum anderen für die weiteren DSV-Disziplinen – haben wir nun eine Gesamtvereinbarung mit einer der international anerkanntesten Sportmarketing-Agenturen, Infront Sports & Media getroffen. Infront ist bereits kommerzieller Partner von 80 Prozent aller nationalen Skiverbände und damit zentraler Ansprechpartner für TV-Sender weltweit. Wir sind uns daher sicher, dass Infront nun seinerseits in den kommenden Wochen den oder die besten TV-Sender findet, um den Skisport in Deutschland auch in den kommenden Jahren optimal zu präsentieren. Die Skisportfans vor dem Fernseher dürfen sich also ganz bestimmt weiterhin auf tolle Übertragungen freuen.
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Hintergrundberichte unter:
DSV schließt neuen TV-Vertrag bis 2011.
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Berichte unter:
DSV beschliesst Kostensenkungsmassnahmen.
News by: www.ski-freestyle.info










